Die Idee

Es gibt dutzende Motorrad-Apps. Die meisten sind entweder überladen, teuer oder messen ungenau. Was fehlte: eine App, die Schräglage, Kurven und Vmax zuverlässig erfasst – ohne externe Sensoren, nur mit dem Smartphone. Diese Lücke im Markt war der Startpunkt für Kurvenfokus.

Der KI-Workflow

Der Entwicklungsprozess folgte einem klaren Muster: Prompt → Code → Test → Iterate. Statt wochenlang Architektur zu planen, konnte ich mit KI-Unterstützung direkt in die Umsetzung gehen. Jede Iteration brachte ein funktionierendes Ergebnis, das ich sofort auf dem Motorrad testen konnte.

Das bedeutet nicht, dass KI den Code alleine schreibt. Es bedeutet, dass der Feedback-Loop von der Idee zum lauffähigen Feature dramatisch verkürzt wird – von Tagen auf Stunden.

Was funktioniert hat

  • Sensor-Integration: Die Anbindung an die Smartphone-Sensoren (Gyroskop, Beschleunigungssensor, GPS) war mit KI-Unterstützung überraschend schnell umgesetzt. Die mathematischen Grundlagen für die Schräglage-Berechnung waren sofort verfügbar.
  • UI-Iteration: Das Interface konnte in hoher Geschwindigkeit iteriert werden. Statt pixelgenauer Mockups entstanden direkt funktionale Screens, die sofort testbar waren.
  • Plattform-Übergreifend: iOS und Android gleichzeitig zu bedienen war mit KI-gestützter Entwicklung realistisch – auch als Einzelperson.

Wo die Grenzen liegen

  • Debugging: Wenn Sensordaten auf verschiedenen Geräten unterschiedlich ausfallen, hilft KI nur bedingt. Die Lösung kam durch echte Testfahrten und manuelle Kalibrierung.
  • Edge Cases: Extreme Schräglage, Tunnelfahrten ohne GPS, Hitze-bedingte Sensor-Drift – diese Probleme erfordern Domänenwissen, das kein Modell hat.
  • Kalibrierung: Die Feinabstimmung der Algorithmen brauchte hunderte Testkilometer. KI kann den Prozess beschleunigen, aber nicht ersetzen.

Fazit

KI ist ein Werkzeug – kein Ersatz für Erfahrung, Tests und Iteration. Aber als Werkzeug ist sie transformativ. Sie hat es mir ermöglicht, als Einzelperson ein Produkt zu bauen, für das normalerweise ein kleines Team nötig wäre. From prompt to product ist keine Marketing-Phrase – es beschreibt einen echten Workflow.