Stell dir vor, jemand klaut dein NAS. 150.000 Fotos, 23 Jahre deines Lebens — die erste Aufnahme deines Kindes, die letzte mit deinem Vater, der Roadtrip durch Island, die Hochzeit. Einfach weg. Oder schlimmer: In fremden Händen.
Die meisten Menschen haben kein Backup-Problem. Sie haben ein Verschlüsselungsproblem. Fotos liegen auf externen Festplatten, auf dem NAS, irgendwo in der Cloud. Alles unverschlüsselt. Ein Einbruch, ein Ransomware-Angriff, eine defekte Platte — und die Erinnerungen eines ganzen Lebens sind entweder weg oder kompromittiert.
Bankdaten sichern wir mit Zwei-Faktor-Authentifizierung. Passwörter liegen im verschlüsselten Tresor. Aber unsere Fotos? Die wertvollsten Dateien, die wir besitzen — unwiederbringlich, emotional unersetzlich — liegen offen wie ein Buch auf dem Nachttisch.
Deine Erinnerungen verdienen denselben Schutz wie deine Bankdaten.
Was wäre, wenn?
Was wäre, wenn es ein Tool gäbe, das dein Archiv so sichert, dass selbst bei Diebstahl niemand deine Fotos sehen kann? Das einen einzelnen defekten Datenträger überlebt, ohne dass du alles verlierst? Das dir erlaubt, eine einzelne Datei wiederherzustellen, ohne das gesamte Archiv entschlüsseln zu müssen?
Und was wäre, wenn deine Backups sogar als 8K-Videos getarnt auf YouTube oder anderen Cloud-Speichern liegen könnten — kostenlos, unlimitiert, für jeden sichtbar und trotzdem für niemanden lesbar?
Genau dafür haben wir vault7-suite gebaut.
Vier Profile — vom Schnellbackup bis zum Video-Tresor
vault7-suite ist kein Allround-Backup-Tool. Es ist ein Verschlüsselungs- und Verteilungssystem, optimiert für große Medienarchive. Die Architektur basiert auf vier Profilen — je nach Sicherheitsbedürfnis wählt man das passende.
Daten als 8K-Video — der verrückteste Backup-Trick der Welt
Das Video-Profil klingt absurd. Ist es auch. Und genau deshalb funktioniert es so gut.
Die Idee: Jedes Byte deiner verschlüsselten Daten wird in einen Farbwert umgewandelt. Drei Bytes ergeben einen RGB-Pixel. Millionen dieser Pixel füllen einen Frame mit 7680 × 4320 Auflösung — das ist 8K UHD. Frame für Frame entsteht ein Video, das für das menschliche Auge wie statisches Rauschen aussieht. Wie ein kaputter Fernseher.
Aber jedes einzelne Pixel trägt Information. Verlustfrei, bitgenau, wiederherstellbar.
Warum das genial ist? YouTube und andere Plattformen bieten kostenlosen, unbegrenzten Speicher für Videos. Du lädst dein verschlüsseltes Backup als „unlisted" Video hoch. Niemand sieht etwas außer Rauschen. Niemand kann etwas damit anfangen. Aber du kannst jederzeit das Video herunterladen, die Frames extrahieren und deine Daten bitgenau wiederherstellen.
Kostenloser Cloud-Speicher. Für immer. Ohne Vendor Lock-in. Ohne Vertrauen in irgendeinen Anbieter.
Drei Schichten Sicherheit
vault7-suite verlässt sich nicht auf eine einzelne Maßnahme. Jedes Backup durchläuft drei unabhängige Sicherheitsschichten:
age ist die moderne Alternative zu GPG: Keine Konfiguration, keine Schlüsselverwaltungs-Hölle, keine abgelaufenen Zertifikate. Ein Schlüsselpaar, ein Befehl, fertig. Selbst wenn jemand dein Backup in die Hände bekommt — ohne den privaten Schlüssel sieht er nur kryptographisches Rauschen.
Jedes Backup bekommt Paritätsdaten. Wenn ein Teil des Backups beschädigt wird — ein defekter Sektor, ein Bitfehler, ein korrupter Download — kann PAR2 die fehlenden Daten aus der Redundanz rekonstruieren. Wie ein RAID, aber für einzelne Dateien.
Jede Datei im Archiv bekommt einen kryptographischen Fingerabdruck. Der Katalog ist durchsuchbar: Du kannst gezielt eine einzelne Datei finden und wiederherstellen, ohne das gesamte Archiv entschlüsseln zu müssen. Und du erkennst sofort, ob seit dem Backup etwas verändert wurde.
So sieht es in der Praxis aus
vault7-suite wird über eine Web-GUI gesteuert — ein Python-HTTP-Server, der lokal läuft. Kein Electron-Bloat, keine Installation. Browser öffnen, fertig.
Unter der Haube arbeiten bewährte Unix-Tools zusammen: 7z für LZMA2-Kompression, age für Verschlüsselung, par2 für Erasure Coding, ffmpeg für das Video-Encoding. vault7-suite orchestriert sie und sorgt dafür, dass jeder Schritt verifiziert wird, bevor der nächste beginnt.
Für NeoFinder-Nutzer gibt es einen TSV-Export: Der Katalog lässt sich direkt in NeoFinder importieren, um die archivierten Dateien in der gewohnten Oberfläche zu durchsuchen.
Kein Abo, kein Lock-in, keine Cloud-Pflicht
vault7-suite ist komplett Open Source. Jede Zeile Code ist einsehbar. Es gibt kein Abo, keinen Zwang zu einem bestimmten Cloud-Anbieter, keine Telemetrie. Du kontrollierst deine Schlüssel. Du kontrollierst deine Daten. Du kontrollierst dein Backup.
Das ist kein Marketing-Versprechen. Das ist eine architektonische Entscheidung. vault7-suite nutzt ausschließlich offene Standards und frei verfügbare Tools. Wenn vault7-suite morgen verschwinden würde, könntest du deine Backups trotzdem entschlüsseln — mit age, 7z und par2 auf der Kommandozeile.
Kein Vendor Lock-in. Niemals.
23 Jahre in Sicherheit
Zurück zur Ausgangsfrage: Jemand klaut dein NAS. Was passiert?
Wenn du vault7-suite nutzt: Nichts. Der Dieb hat verschlüsselte Blöcke, die ohne deinen age-Schlüssel wertlos sind. Deine Fotos liegen parallel als PAR2-gesicherte Kopien auf einer externen Platte und — falls du das Video-Profil nutzt — als unleserliches Rauschvideo in der Cloud. Du kaufst ein neues NAS, stellst dein Backup wieder her und hast alles zurück. Jede einzelne Datei. Bitgenau.
Deine Erinnerungen sind nicht ersetzbar. Behandle sie auch so.
Open Source. Lokal. Verschlüsselt. Dein Fotoarchiv verdient es.
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