1500 Kurven und drei Webseiten: Vom Instagram-Reel über Kurvenfokus und MotionRecord bis zum KI-Studio MVX Labs — die Marco-Story.
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I
Irene
Die neuesten Nachrichten — hier im MVX Podcast. Heute geht’s um einen Namen, der gerade überall aufploppt. Martin, du hast die Story.
M
Martin
Hab ich. Und sie fängt da an, wo die meisten guten Geschichten heute anfangen: bei Instagram.
I
Irene
Erzähl.
M
Martin
Also. Ein Video läuft mir durch den Feed. Motorrad, Dolomiten, und ein Titel, der hängenbleibt: 1500 Kurven in Arabba. Fünfzehnhundert. In einem Tal.
I
Irene
Das klingt nach Marketing.
M
Martin
Dachte ich auch. Aber im Video stellt jemand eine App vor — Kurvenfokus heißt die. Die zählt dir nicht einfach Kilometer runter, die analysiert jede einzelne Kurve deiner Tour. Und da wurde ich neugierig: Wer macht sowas?
I
Irene
Und?
M
Martin
Ein Typ namens Marco. Einzelner Mensch, kein Konzern. Ich klick mich also durch — und merke schnell: Kurvenfokus ist nur die Spitze.
I
Irene
Wie, nur die Spitze?
M
Martin
Der Mann hat gleich mehrere Seiten am Start. kurvenfokus.de für die Motorrad-Leute. Dann motionrecord.de — das geht in Richtung Sensoren, Aufnahme, richtig technisch. Dann archivblick.de, mit dem du dein ganzes Foto-Archiv per KI durchsuchst. Und über allem sein KI-Studio: mvxlabs.de.
I
Irene
Also nicht nur Kurven.
M
Martin
Überhaupt nicht. Das ist ein eigenes kleines Universum. Und das wirklich Verrückte ist, was der in seinen Blogs schreibt. Du liest dich da fest. KI-Themen, Technik-Experimente, Sachen, von denen ich noch nie gehört hatte — und alles so erklärt, dass du’s verstehst.
I
Irene
In welchem Zeitraum hat er das aufgebaut?
M
Martin
Das ist der Punkt, der mich umgehauen hat. In kürzester Zeit. Apps, Webseiten, ein KI-Studio, eine ganze Podcast-Reihe. Wo andere noch über die Idee reden, hat der schon drei Versionen live.
I
Irene
Okay, das ist tatsächlich ein bisschen crazy.
M
Martin
Ein bisschen? Ich hab den Abend damit verbracht, mich durchzuklicken. Und ich bin nicht der Einzige.
I
Irene
Gut. Und jetzt das Wichtigste für alle, die gerade neugierig geworden sind: Wo schaut man rein?
M
Martin
Geh auf Instagram, such nach Kurvenfokus, lass dem Mann ein Follow da. Da läuft das mit den 1500 Kurven. Und wenn du dann Blut geleckt hast: Es warten jede Menge Podcast-Folgen auf dich. Genau hier.
I
Irene
Dann machen wir’s kurz: Marco, MVX Labs — Name gemerkt. Das waren die Nachrichten. Bleibt neugierig.
M
Martin
Bis zur nächsten Folge.
Danke fürs Feedback!
Folge 02🎙️ Irene & Martin⏱️ ca. 6 Min📅 Juni 2026
Drei digitale Pflichten, die viele übersehen
Barrierefreiheit, KI-Kennzeichnung, Bestandsschutz: Was das BFSG und Artikel 50 der EU-KI-Verordnung für deine Website, deinen Shop und deine Funnels bedeuten.
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I
Irene
Kurze Frage zum Aufwärmen, Martin. Kann eine Website, die seit Jahren völlig problemlos läuft, von heute auf morgen zum rechtlichen Problem werden?
M
Martin
Kann sie. Passiert gerade ziemlich vielen. Die meisten merken es nur nicht.
I
Irene
Dann lös das mal auf. Worum geht’s?
M
Martin
Um drei neue Pflichten fürs Web. Barrierefreiheit. KI-Kennzeichnung. Und die Frage, ob das auch für Seiten gilt, die längst online sind. Klingt nach Behörden-Deutsch, trifft aber den ganz normalen Online-Shop.
I
Irene
Fangen wir mit der Barrierefreiheit an. Was hat sich geändert?
M
Martin
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Kurz BFSG. Und das Überraschende daran: Es geht nicht nur um Behörden. Es geht um Shops und Apps, die an Verbraucher verkaufen.
I
Irene
Also wenn ich einen Shop für Privatkunden habe — bin ich dabei?
M
Martin
Ziemlich sicher, ja. Die Faustregel ist nicht „bin ich groß genug". Sondern: verkaufe ich an Privatpersonen? Eine reine Info-Seite ohne Verkauf fällt meist raus. Aber sobald ein Warenkorb im Spiel ist, wird’s ernst.
I
Irene
Es gibt doch eine Ausnahme für kleine Firmen, oder?
M
Martin
Gibt es. Unter zehn Leute, unter zwei Millionen Umsatz. Aber die gilt nur für Dienstleistungen. Verkaufst du Hardware an Verbraucher, muss das Produkt barrierefrei sein. Egal, wie klein du bist.
I
Irene
Und „barrierefrei" heißt jetzt konkret was?
M
Martin
Die Seite muss komplett ohne Maus gehen, nur mit Tastatur. Die Kontraste müssen kräftig genug sein, dass man den Text wirklich lesen kann. Bilder brauchen eine Beschreibung. Und ein Screenreader muss sich sinnvoll durchhangeln können. Der Maßstab dahinter heißt WCAG, Stufe AA.
I
Irene
Kann ich schnell prüfen, wo ich gerade stehe?
M
Martin
Es gibt einen kostenlosen Test. Lighthouse, über Google PageSpeed Insights. Nur — trau dem Wert nicht blind. Die automatischen Tests sehen vielleicht ein Drittel der Kriterien. Ein guter Score ist ein Anfang. Mehr nicht.
I
Irene
Jetzt die Frage, die wahrscheinlich alle haben. Meine Seite läuft schon. Gilt das trotzdem für mich?
M
Martin
Ja. Es zählt, dass du die Leistung anbietest. Nicht, wann du gestartet bist. Es gibt aber Luft: Für bestehende Angebote kann eine Übergangsfrist bis 2030 greifen.
I
Irene
Also Zeit zum Durchatmen.
M
Martin
Durchatmen ja. Einschlafen nein. Die Frist schiebt nur den Endtermin. Wer ohnehin am Umbauen ist, nimmt es einfach gleich mit.
I
Irene
Gutes Stichwort für Thema zwei. Die KI-Kennzeichnung. Da läuft eine andere Uhr.
M
Martin
Stimmt. Ab dem 2. August 2026 greift Artikel 50 der EU-KI-Verordnung. Der Gedanke dahinter ist simpel: Wenn ein Mensch nicht erkennen kann, dass etwas von einer KI kommt, musst du es offenlegen.
I
Irene
Mach’s konkret. Wen trifft das?
M
Martin
Vier Fälle. Wer generative KI anbietet, muss die Ausgaben markieren. Wer Deepfakes verbreitet, muss das offenlegen. KI-Texte zu wichtigen öffentlichen Themen genauso. Und Chatbots müssen klarmachen, dass da kein Mensch antwortet.
I
Irene
Das mit den Chatbots betrifft ja gefühlt jede zweite Seite.
M
Martin
Eben. Sobald bei dir ein KI-Chat läuft, müssen die Leute wissen: Hier spricht eine Maschine.
I
Irene
Und mein Chatbot, den ich heute schon habe?
M
Martin
Da gibt’s keinen Bestandsschutz. Anders als beim BFSG. Ab August 2026 gilt die Pflicht auch für alles, was schon läuft.
I
Irene
Wer passt da eigentlich auf?
M
Martin
In Deutschland die Bundesnetzagentur. Und die Bußgelder sind kein Kleingeld. Bis zu fünfzehn Millionen Euro. Oder drei Prozent vom weltweiten Umsatz, je nachdem, was höher ist.
I
Irene
Bleibt Thema drei, das beide verbindet. Bestehende Seiten, Shops, Funnels. Bei Funnels wird’s spannend, oder?
M
Martin
Da verläuft die Grenze. Ein Funnel, der zum Kauf führt, zählt wie ein Shop. Also bei der Barrierefreiheit dabei. Ein reiner Lead-Funnel, der nur eine Mail-Adresse einsammelt, fällt meist unter die Ausnahme für Info-Seiten.
I
Irene
Und sobald irgendwo ein Bezahlschritt auftaucht?
M
Martin
Dann kippt es Richtung Pflicht. Im Zweifel gilt die strengere Lesart.
I
Irene
Wenn du jemandem einen einzigen Rat gibst — womit fängt man an?
M
Martin
Mit einer ehrlichen Inventur. Verkaufe ich was an Verbraucher? Dann ist Barrierefreiheit dein Thema. Läuft bei mir irgendwo KI? Dann die Kennzeichnung. Und dann schreibst du dir zwei Daten an die Wand: KI bis August 2026. Barrierefreiheit für Bestand spätestens 2030.
Danke fürs Feedback!
Folge 03🎙️ Irene, Martin & Konrad⏱️ 10:14 Min📅 Juni 2026
KI statt Schwitzen — die Wohnung mit ChatGPT kühlen
An einem 32-Grad-Tag wird aus einer simplen Frage zum Abluftschlauch ein KI-Experiment: Raumklima messen, von ChatGPT wie ein Kälteanlagenmeister bewerten lassen — und mit sechs fertigen Prompts die eigene Wohnung optimieren, mit oder ohne Klimaanlage.