Der MVX Podcast

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Zwei KI-Stimmen, ein Thema pro Folge: Irene und Martin nehmen Technik, KI und das Kleingedruckte im Web auseinander — zum Anhören und zum Mitlesen.

Die Stimmen in diesem Podcast sind KI-generiert (ElevenLabs). Die Inhalte sind redaktionell erarbeitet, die Transkripte geglättet.

Folge 01 🎙️ Irene & Martin ⏱️ 2:35 Min 📅 Juni 2026

Wer ist Marco — und was ist MVX Labs?

1500 Kurven und drei Webseiten: Vom Instagram-Reel über Kurvenfokus und MotionRecord bis zum KI-Studio MVX Labs — die Marco-Story.

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Irene

Die neuesten Nachrichten — hier im MVX Podcast. Heute geht’s um einen Namen, der gerade überall aufploppt. Martin, du hast die Story.

Martin

Hab ich. Und sie fängt da an, wo die meisten guten Geschichten heute anfangen: bei Instagram.

Irene

Erzähl.

Martin

Also. Ein Video läuft mir durch den Feed. Motorrad, Dolomiten, und ein Titel, der hängenbleibt: 1500 Kurven in Arabba. Fünfzehnhundert. In einem Tal.

Irene

Das klingt nach Marketing.

Martin

Dachte ich auch. Aber im Video stellt jemand eine App vor — Kurvenfokus heißt die. Die zählt dir nicht einfach Kilometer runter, die analysiert jede einzelne Kurve deiner Tour. Und da wurde ich neugierig: Wer macht sowas?

Irene

Und?

Martin

Ein Typ namens Marco. Einzelner Mensch, kein Konzern. Ich klick mich also durch — und merke schnell: Kurvenfokus ist nur die Spitze.

Irene

Wie, nur die Spitze?

Martin

Der Mann hat gleich mehrere Seiten am Start. kurvenfokus.de für die Motorrad-Leute. Dann motionrecord.de — das geht in Richtung Sensoren, Aufnahme, richtig technisch. Dann archivblick.de, mit dem du dein ganzes Foto-Archiv per KI durchsuchst. Und über allem sein KI-Studio: mvxlabs.de.

Irene

Also nicht nur Kurven.

Martin

Überhaupt nicht. Das ist ein eigenes kleines Universum. Und das wirklich Verrückte ist, was der in seinen Blogs schreibt. Du liest dich da fest. KI-Themen, Technik-Experimente, Sachen, von denen ich noch nie gehört hatte — und alles so erklärt, dass du’s verstehst.

Irene

In welchem Zeitraum hat er das aufgebaut?

Martin

Das ist der Punkt, der mich umgehauen hat. In kürzester Zeit. Apps, Webseiten, ein KI-Studio, eine ganze Podcast-Reihe. Wo andere noch über die Idee reden, hat der schon drei Versionen live.

Irene

Okay, das ist tatsächlich ein bisschen crazy.

Martin

Ein bisschen? Ich hab den Abend damit verbracht, mich durchzuklicken. Und ich bin nicht der Einzige.

Irene

Gut. Und jetzt das Wichtigste für alle, die gerade neugierig geworden sind: Wo schaut man rein?

Martin

Geh auf Instagram, such nach Kurvenfokus, lass dem Mann ein Follow da. Da läuft das mit den 1500 Kurven. Und wenn du dann Blut geleckt hast: Es warten jede Menge Podcast-Folgen auf dich. Genau hier.

Irene

Dann machen wir’s kurz: Marco, MVX Labs — Name gemerkt. Das waren die Nachrichten. Bleibt neugierig.

Martin

Bis zur nächsten Folge.

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Folge 02 🎙️ Irene & Martin ⏱️ ca. 6 Min 📅 Juni 2026

Drei digitale Pflichten, die viele übersehen

Barrierefreiheit, KI-Kennzeichnung, Bestandsschutz: Was das BFSG und Artikel 50 der EU-KI-Verordnung für deine Website, deinen Shop und deine Funnels bedeuten.

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Irene

Kurze Frage zum Aufwärmen, Martin. Kann eine Website, die seit Jahren völlig problemlos läuft, von heute auf morgen zum rechtlichen Problem werden?

Martin

Kann sie. Passiert gerade ziemlich vielen. Die meisten merken es nur nicht.

Irene

Dann lös das mal auf. Worum geht’s?

Martin

Um drei neue Pflichten fürs Web. Barrierefreiheit. KI-Kennzeichnung. Und die Frage, ob das auch für Seiten gilt, die längst online sind. Klingt nach Behörden-Deutsch, trifft aber den ganz normalen Online-Shop.

Irene

Fangen wir mit der Barrierefreiheit an. Was hat sich geändert?

Martin

Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Kurz BFSG. Und das Überraschende daran: Es geht nicht nur um Behörden. Es geht um Shops und Apps, die an Verbraucher verkaufen.

Irene

Also wenn ich einen Shop für Privatkunden habe — bin ich dabei?

Martin

Ziemlich sicher, ja. Die Faustregel ist nicht „bin ich groß genug". Sondern: verkaufe ich an Privatpersonen? Eine reine Info-Seite ohne Verkauf fällt meist raus. Aber sobald ein Warenkorb im Spiel ist, wird’s ernst.

Irene

Es gibt doch eine Ausnahme für kleine Firmen, oder?

Martin

Gibt es. Unter zehn Leute, unter zwei Millionen Umsatz. Aber die gilt nur für Dienstleistungen. Verkaufst du Hardware an Verbraucher, muss das Produkt barrierefrei sein. Egal, wie klein du bist.

Irene

Und „barrierefrei" heißt jetzt konkret was?

Martin

Die Seite muss komplett ohne Maus gehen, nur mit Tastatur. Die Kontraste müssen kräftig genug sein, dass man den Text wirklich lesen kann. Bilder brauchen eine Beschreibung. Und ein Screenreader muss sich sinnvoll durchhangeln können. Der Maßstab dahinter heißt WCAG, Stufe AA.

Irene

Kann ich schnell prüfen, wo ich gerade stehe?

Martin

Es gibt einen kostenlosen Test. Lighthouse, über Google PageSpeed Insights. Nur — trau dem Wert nicht blind. Die automatischen Tests sehen vielleicht ein Drittel der Kriterien. Ein guter Score ist ein Anfang. Mehr nicht.

Irene

Jetzt die Frage, die wahrscheinlich alle haben. Meine Seite läuft schon. Gilt das trotzdem für mich?

Martin

Ja. Es zählt, dass du die Leistung anbietest. Nicht, wann du gestartet bist. Es gibt aber Luft: Für bestehende Angebote kann eine Übergangsfrist bis 2030 greifen.

Irene

Also Zeit zum Durchatmen.

Martin

Durchatmen ja. Einschlafen nein. Die Frist schiebt nur den Endtermin. Wer ohnehin am Umbauen ist, nimmt es einfach gleich mit.

Irene

Gutes Stichwort für Thema zwei. Die KI-Kennzeichnung. Da läuft eine andere Uhr.

Martin

Stimmt. Ab dem 2. August 2026 greift Artikel 50 der EU-KI-Verordnung. Der Gedanke dahinter ist simpel: Wenn ein Mensch nicht erkennen kann, dass etwas von einer KI kommt, musst du es offenlegen.

Irene

Mach’s konkret. Wen trifft das?

Martin

Vier Fälle. Wer generative KI anbietet, muss die Ausgaben markieren. Wer Deepfakes verbreitet, muss das offenlegen. KI-Texte zu wichtigen öffentlichen Themen genauso. Und Chatbots müssen klarmachen, dass da kein Mensch antwortet.

Irene

Das mit den Chatbots betrifft ja gefühlt jede zweite Seite.

Martin

Eben. Sobald bei dir ein KI-Chat läuft, müssen die Leute wissen: Hier spricht eine Maschine.

Irene

Und mein Chatbot, den ich heute schon habe?

Martin

Da gibt’s keinen Bestandsschutz. Anders als beim BFSG. Ab August 2026 gilt die Pflicht auch für alles, was schon läuft.

Irene

Wer passt da eigentlich auf?

Martin

In Deutschland die Bundesnetzagentur. Und die Bußgelder sind kein Kleingeld. Bis zu fünfzehn Millionen Euro. Oder drei Prozent vom weltweiten Umsatz, je nachdem, was höher ist.

Irene

Bleibt Thema drei, das beide verbindet. Bestehende Seiten, Shops, Funnels. Bei Funnels wird’s spannend, oder?

Martin

Da verläuft die Grenze. Ein Funnel, der zum Kauf führt, zählt wie ein Shop. Also bei der Barrierefreiheit dabei. Ein reiner Lead-Funnel, der nur eine Mail-Adresse einsammelt, fällt meist unter die Ausnahme für Info-Seiten.

Irene

Und sobald irgendwo ein Bezahlschritt auftaucht?

Martin

Dann kippt es Richtung Pflicht. Im Zweifel gilt die strengere Lesart.

Irene

Wenn du jemandem einen einzigen Rat gibst — womit fängt man an?

Martin

Mit einer ehrlichen Inventur. Verkaufe ich was an Verbraucher? Dann ist Barrierefreiheit dein Thema. Läuft bei mir irgendwo KI? Dann die Kennzeichnung. Und dann schreibst du dir zwei Daten an die Wand: KI bis August 2026. Barrierefreiheit für Bestand spätestens 2030.

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