Das Problem: GPX-Tracks ohne Analyse
Du fährst mit Calimoto eine Tour durch die Alpen — 200 Kurven, drei Pässe, fantastische Strecke. Abends öffnest du die App und siehst: eine Linie auf der Karte. Distanz, Dauer, vielleicht noch die Höhenmeter. Aber was ist mit den Kurven? Wie war deine Schräglage? Welche Kurve war die schnellste? Hast du Links oder Rechts besser gemeistert?
Calimoto ist eine exzellente Navi-App — eine der besten für Motorradfahrer. Aber Calimoto navigiert. Es analysiert nicht jede einzelne Kurve. Genau hier setzt Kurvenfokus an.
So funktioniert der Import
Der Workflow ist in 3 Minuten erledigt:
Schritt 1: GPX aus Calimoto exportieren
- Öffne Calimoto → Meine Touren
- Wähle die Tour aus, die du analysieren willst
- Tippe auf „Teilen" → „GPX exportieren"
- Speichere die Datei oder teile sie direkt
Schritt 2: In Kurvenfokus importieren
- Öffne Kurvenfokus → Touren
- Tippe auf „Import" → wähle die GPX-Datei
- Kurvenfokus erkennt automatisch alle Kurven
Schritt 3: Analysieren
Innerhalb von Sekunden siehst du:
- Jede Kurve einzeln — mit Schräglage, Geschwindigkeit und Score (0–100)
- Links vs. Rechts — deine bevorzugte Seite auf einen Blick
- Interaktive Heatmap — die ganze Tour farbcodiert nach Speed, Lean oder Score
- Tourenvergleich — fährst du die gleiche Strecke nochmal, zeigt Kurvenfokus die Unterschiede
Welche Apps werden unterstützt?
Nicht nur Calimoto — Kurvenfokus importiert GPX-Tracks von allen gängigen Motorrad-Apps:
| App | Format | Kompatibel |
|---|---|---|
| Calimoto | GPX | ✓ |
| Komoot | GPX | ✓ |
| Motobit | GPX / JSON | ✓ |
| REVER | GPX | ✓ |
| Scenic | GPX | ✓ |
| TourStart | GPX | ✓ |
| Kurviger | GPX | ✓ |
| RideLink | JSON | ✓ |
Was sieht man, was man vorher nicht sah?
Ein konkretes Beispiel: Eine Tour über den Stelvio-Pass mit 48 Kehren.
- In Calimoto: Eine rote Linie auf der Karte. 48 km, 1.800 hm, 1:20h Fahrzeit.
- In Kurvenfokus: 48 einzelne Kurven, jede mit Score. Durchschnittliche Schräglage Links: 28°, Rechts: 19°. Schnellste Kurve: Kehre 31 mit 47 km/h und 34° Lean. Langsamste: Kehre 12 mit 22 km/h. Heatmap zeigt den oberen Abschnitt in Grün (flüssig), den unteren in Orange (viele Speed-Wechsel).
Dieselben GPS-Daten — aber ein völlig anderes Bild deiner Tour.
Noch genauer: Mit MotionRecord
GPX-Daten basieren auf GPS. Calimoto erfasst etwa 0,8 Punkte pro Sekunde — das reicht für eine gute Kurvenanalyse, aber die Schräglage ist eine Schätzung aus dem GPS-Kurvenverlauf. Andere Apps wie Komoot liefern sogar nur 0,2 Hz (ein Punkt alle 5 Sekunden).
Willst du echte, gemessene Schräglage, kannst du MotionRecord im Hintergrund mitlaufen lassen. MotionRecord nutzt das Gyroskop deines Smartphones (100 Messungen pro Sekunde) und liefert Schräglage auf ±1° Genauigkeit. Die Daten importierst du in Kurvenfokus — genauso einfach wie eine GPX-Datei.
MotionRecord ist das optionale Upgrade — keine Voraussetzung. Kurvenfokus funktioniert vollständig mit GPX-Daten.
Datenschutz
Alle Daten bleiben auf deinem Handy. Kurvenfokus hat keinen Server, keinen Account, keine Cloud. Deine Tourdaten verlassen nie dein Gerät — es sei denn, du exportierst sie selbst.
Jetzt ausprobieren
Die ersten 3 Touren sind kostenlos. Exportiere deinen nächsten Calimoto-Track und sieh, was in deinen GPS-Daten steckt.
Praxis-Tipps für bessere GPX-Daten
Die Qualität der Kurvenanalyse hängt direkt von der Qualität der GPS-Daten ab. Ein paar Tipps, die den Unterschied machen:
- Smartphone-Position: Montiere dein Handy am Lenker oder in der Tankrucksack-Klarsichttasche — nicht in der Jackeninnentasche. Freie Sicht zum Himmel verbessert die GPS-Genauigkeit erheblich.
- Aufzeichnung durchlaufen lassen: Pausiere die Aufnahme nicht bei Tankstopps. Kurvenfokus erkennt automatisch Standzeiten und filtert sie aus der Analyse.
- Lange Tunnel vermeiden: In Tunneln verliert GPS das Signal. Die resultierenden Sprünge können einzelne Kurven verfälschen. Kurvenfokus filtert GPS-Ausreißer, aber sehr lange Tunnel (>500m) können Artefakte erzeugen.
- Akku sicherstellen: Aktiviere den Energiesparmodus nicht während der Aufnahme — das reduziert die GPS-Abtastrate auf vielen Smartphones von 1 Hz auf 0,2 Hz.
GPS-Abtastraten: Warum sie den Unterschied machen
Nicht alle Apps zeichnen gleich oft auf. Die GPS-Abtastrate bestimmt, wie viele Punkte pro Sekunde gespeichert werden — und damit, wie genau Kurven rekonstruiert werden können:
- Calimoto: ~0,8 Hz (ein Punkt alle 1,25 Sekunden) — bei 60 km/h sind das 21 Meter zwischen Messpunkten
- Motobit: ~1 Hz — 17 Meter Abstand bei 60 km/h
- Komoot: ~0,2 Hz — 83 Meter zwischen Messpunkten. Enge Kehren werden dadurch zu geraden Linien
- Kurviger: ~1 Hz — gute Basis für Kurvenanalyse
Generell gilt: Je höher die Abtastrate, desto besser die Analyse. Calimoto liefert mit 0,8 Hz bereits gute Ergebnisse. Wer maximale Präzision will, nutzt MotionRecord parallel — dort werden GPS-Daten mit Gyroskop-Messungen bei 100 Hz kombiniert. Die Schräglage wird dann nicht mehr geschätzt, sondern gemessen.
Häufige Fragen zum GPX-Import
Ein paar Punkte, die beim Import regelmäßig auftauchen:
Warum erkennt Kurvenfokus mehr Kurven als Motobit? Verschiedene Apps verwenden unterschiedliche Erkennungs-Algorithmen mit verschiedenen Schwellenwerten. Kurvenfokus im Standard-Modus nutzt 20° Mindestwinkel und 2m Mindest-Kurvenbogen — das erfasst auch kleinere Richtungsänderungen, die andere Apps ignorieren.
Kann ich mehrere Touren vergleichen? Ja. Importiere dieselbe Strecke von verschiedenen Tagen und nutze die Vergleichsfunktion. Kurvenfokus zeigt dann die Unterschiede bei Schräglage, Geschwindigkeit und Score — ideal, um Fortschritte zu sehen.
Was passiert mit Touren, die Autobahn-Abschnitte enthalten? Kurvenfokus analysiert die gesamte Tour, aber die wirklich spannenden Daten kommen von kurvigen Abschnitten. Lange gerade Autobahnstrecken haben naturgemäß wenig Kurven und niedrige Schräglage — sie verzerren den Tour-Score aber nicht, da nur echte Kurven gewertet werden.