Kurzfassung

ArchivBlick ist mein persönliches Projekt: 151.000 Fotos und Videos aus 20 Jahren, durchsuchbar auf dem iPad. Mit einer Karte, die zeigt wo ich überall war. Mit einem Filmstrip-Viewer, der Videos durchblätterbar macht. Und mit einer KI-Suche, die „Motorrad auf Passstraße" versteht — auch wenn kein Dateiname das verrät. Alles läuft auf eigener Hardware. Keine Cloud. Kein Abo.

Das Problem kennt jeder

Wo ist das Foto von der Dolomiten-Tour 2019? Auf dem iPhone? Auf der externen Festplatte? In iCloud? Auf der GoPro-SD-Karte, die irgendwo in einer Schublade liegt?

20 Jahre Fotos und Videos — das sind bei mir über 151.000 Dateien. Verteilt auf sechs verschiedene Kameras, drei Cloud-Dienste und mehr Festplatten als ich zählen möchte. Irgendwann habe ich aufgehört zu suchen und angefangen zu bauen.

Was ArchivBlick macht

ArchivBlick sammelt alle Medien an einem Ort und macht sie durchsuchbar. Nicht in der Cloud — auf meiner eigenen Hardware. Eine App, vier Ansichten:

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Galerie

Alle Fotos in einem endlosen Grid. Filtern nach Jahr, Kamera, Archiv, Tags. Zoomen von Briefmarke bis Vollbild. Bis zu 2.000 Bilder pro Seite, ohne Ruckler.

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Suche

Tippe „Sonnenuntergang am See" und finde Ergebnisse — auch wenn kein Dateiname das Wort „Sonnenuntergang" enthält. KI-gestützte Bilderkennung macht das möglich.

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Karte

85.000 Fotos haben GPS-Koordinaten. Die Karte zeigt sie als farbige Punkte — blau für Fotos, rot für Videos. Dazu Tracks von Motorradtouren als zusammenhängende Linien.

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Filmstrips

Jedes Video wird als Filmstrip dargestellt: eine Bildleiste mit 30 Frames, durch die du scrubben kannst. Du siehst sofort, was im Video passiert — ohne es abspielen zu müssen.

Warum keine Cloud?

Google Photos, iCloud, Amazon Photos — sie alle lösen das gleiche Problem. Aber sie lösen es auf Kosten deiner Kontrolle:

  • Du zahlst monatlich für den Zugang zu deinen eigenen Erinnerungen
  • Deine Fotos liegen auf fremden Servern, in fremden Ländern
  • Wenn der Dienst eingestellt wird, hast du ein Export-Problem
  • KI-Features sind an das Abo gebunden — hörst du auf zu zahlen, ist die Suche weg

ArchivBlick läuft auf einem kleinen Heimserver. Einmal einrichten, keine laufenden Kosten. Die KI-Analyse passiert lokal — kein Foto verlässt das Haus.

Die Karte erzählt Geschichten

Das Feature, das mich am meisten überrascht hat, ist die Karte. 85.000 GPS-Punkte auf einer interaktiven Karte — und plötzlich siehst du dein Leben anders.

Da ist die Motorradtour über das Stilfser Joch. Der Familienurlaub am Gardasee. Die Wanderung zu den Drei Zinnen. Alles als Punkte und Linien auf der Karte. Tippst du auf einen Punkt, siehst du das Foto.

Das ist kein Feature, das ich geplant hatte. Es ist eines, das sich aus den Daten ergeben hat. 20 Jahre GPS-Daten — und plötzlich hast du eine Karte deines Lebens.

Videos, ohne sie abspielen zu müssen

Videos sind das Sorgenkind jedes Fotoarchivs. Du weißt, dass irgendwo ein tolles Video von der Küstenstraße liegt. Aber du weißt nicht welches — und jedes einzeln durchzuspielen dauert zu lang.

Filmstrips lösen das: Jedes Video wird automatisch in 30 Schlüsselbilder zerlegt, als Bildleiste gespeichert. In der App wischst du mit einem Slider durch die Bilder. In drei Sekunden weißt du, was in einem dreiminütigen Video passiert.

18.000 Videos, 18.000 Filmstrips. Alle durchblätterbar.

Wie die Suche funktioniert

Die spannendste Frage: Wie findest du ein bestimmtes Foto unter 151.000?

ArchivBlick nutzt zwei Wege gleichzeitig. Der erste ist klassisch: Volltextsuche über Dateinamen, Orte, Kameras, Daten. Der zweite ist KI-gestützt: Jedes Bild wurde automatisch analysiert und beschrieben. „Ein sonniger Tag auf einer Bergstraße mit Motorrad" — das steht nicht im Dateinamen, aber in der KI-Beschreibung.

Beide Ergebnisse werden kombiniert. Wenn du „Motorrad Dolomiten" suchst, findest du Treffer aus den Metadaten und aus der Bildanalyse. Jedes Ergebnis bekommt einen Relevanz-Score — damit die besten Treffer oben stehen.

Ein Projekt, kein Produkt

ArchivBlick ist nicht fertig. Es wird auch nie fertig sein — weil jeden Monat neue Fotos dazukommen, neue Features möglich werden, neue Ideen entstehen.

Geplant sind als Nächstes: Videos direkt in der App abspielen. Ein Dashboard mit Archiv-Statistiken. Sammlungen zum Organisieren. Und irgendwann vielleicht eine Version, die auch andere Menschen nutzen können — nicht nur ich.

Aber das Fundament steht: 151.000 Dateien, sauber indexiert, KI-getaggt, GPS-verortet. Eine App, die vier verschiedene Blickwinkel auf 20 Jahre Erinnerungen bietet.

Deine Fotos. Deine Hardware. Dein Archiv.

Für wen ist das?

ArchivBlick ist kein Massenprodukt. Es ist für Menschen, die über Jahre hinweg Fotos und Videos gesammelt haben und die Kontrolle über ihre Erinnerungen behalten wollen. Menschen, die nicht möchten, dass ihre Familienfotos auf fremden Servern liegen. Die bereit sind, einmal Zeit zu investieren, um danach ein Archiv zu haben, das ihnen gehört — dauerhaft, ohne monatliche Kosten.

Wenn du 500 Fotos auf dem iPhone hast, brauchst du ArchivBlick nicht. Wenn du 50.000 Dateien auf drei Festplatten, zwei Cloud-Diensten und einem NAS verteilt hast — dann ist ArchivBlick genau dafür gebaut. Nicht als Ersatz für Apple Fotos oder Google Photos, sondern als Ergänzung für alles, was diese Dienste nicht können: große Archive durchsuchen, Videos per Filmstrip browsen und GPS-Tracks auf der Karte anzeigen, ohne alles in eine Cloud hochladen zu müssen.